Ich bin groß geworden mit dem Wissen, dass du zum Patentamt gehen musst wenn du eine Idee hast. Nicht das sie dir jemand klaut. Du brauchst einen Beweis, eine Anmeldung. Als ich dann eines Tages angefangen habe Songs zu schreiben, hatte ich immer die Sorge: „Was passiert wenn das jemand hört, kopiert und als sein eigen verkauft?“. Dann war da dieser Name: „GEMA“ … was ist das überhaupt? Muss ich mich da anmelden, damit meine Songs nicht geklaut werden oder wie kann ich meinen schöpferischen Output schützen? Habe ich ein Patent auf Musik?Fangen wir erstmal bei der GEMA an. Die GEMA ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte die deutsche Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht für Verlage, Texter und Komponisten. Das bedeutet das sie Gebühren einsammeln für die Verbreitung geistigen Eigentums von Musikern. Wenn also mein Lied im Radio oder Fernsehen oder sonstigen öffentlichen Events und Ausstrahlungsmedien genutzt wird, muss das angemeldet werden bei der GEMA. Die sammeln dann das Geld dafür ein und dann kommt es auf mein Konto. Wenn ich also mit meinen Songs Geld verdienen möchte und nicht alleine überprüfen möchte wo und wann meine Songs genutzt wurden. Das ist alleine auch nicht möglich, denn die GEMA schließt auch Verträge außerhalb der deutschen Grenzen mit ausländischen Verwertungsgesellschaften. Dafür bekommt die GEMA von mir während der Vertragslaufzeit die Nutzungsrechte von meinen Werken. Das bedeutet aber nicht, das der GEMA meine Songs gehöre. Es sind dann immer noch meine. Die GEMA ist deshalb keine Pflicht für euch. Wenn ihr wenig öffentliche Auftritte usw. habt und noch gar nicht ans Geld verdienen denkt, dann braucht ihr euch nicht anmelden. Wenn das Gegenteil der Fall ist und ihr Unterstützung braucht und exklusive Auftrittsmöglichkeiten, Überprüfung von Rechten und ob diese Eingehalten werden (Urheberrecht, siehe unten), sowie kompetente Beratung, dann seid ihr bei den über 72000 Mitgliedern gut aufgehoben. Kostenpunkt ist eine einmalige Anmeldegebühr von 90 Euro, plus 50 Euro im Jahr. Hier ein Link zur Anmeldung.
Aber wenn die GEMA für die Einhaltung meiner Rechte und
das Einsammeln der anfallenden Gebühren verantwortlich ist, welche Rechte
überprüfen sie dann für mich?
Hier kommt unser Patent zum Einsatz, nur heißt es bei Musikern Urheberecht. Es
schützt geistiges Eigentum* sobald es entsteht und kann anders als das
Nutzungsrecht nicht weitergegeben werden. Bedeutet ihr könnt andere euren Song
nutzen lassen, ihr werdet aber immer Urheber (Eigentümer) sein. Außer ihr seid seit
70 Jahren tot oder habt es vererbt, aber da gehe ich bei meinen Lesern mal nicht
von aus.
* Damit eine persönlich-geistige Schöpfung als Werk urheberrechtlich geschützt gilt, müssen vier Voraussetzungen erfüllt werden: 1. Das Werk muss das Ergebnis menschlichen Schaffens sein. (Gegenbeispiel: computergenerierte Texte)2. Das Werk muss durch die menschlichen Sinne wahrnehmbar sein. Dabei ist es nicht notwendig, eine dauerhafte Form zu wählen. 3. Das Werk muss eine kreative Leistung darstellen. (Gegenbeispiel: Wetterbericht)4. Das Werk muss durch den Urheber und seine Persönlichkeit geprägt sein.
Also wenn Musik euer Hobby ist und ihr keine öffentliche
Präsenz habt wird sich eine Mitgliedschaft bei der GEMA kaum lohnen, allerdings
sind eure Texte durch das Urhebergesetz automatisch, ohne Anmeldung geschützt. Ihr
könnt euch aber auch bei der GEMA beraten lassen. Die stehen mit Rat und Tat
und einer kompetenten Einschätzung zur Verfügung.
Ich stelle euch eine neue Kategorie vor, in der Menschen aus meinem Umfeld oder der Community Texte über relevante Themen schreiben, getränkt mit ihren eigenen Erlebnissen: Fremdjammen
Als Debüt geht der Text von Jörg Körner an den Start. Er ist mit seinen über 50 Jahren weitaus erfahrener als ich und spielte bereits in etlichen Bands. Ob Cover oder eigene Songs er legt immer einen großen Wert auf den stimmigen Sound und die passende Gitarre. Er erzählt Euch was man so alles beachten muss bei der ersten Gitarre.
Fremdjammen: Jörg Körner über die erste Gitarre
Zu aller erst möchte ich klar stellen, dass ich kein studierter Musiker bin oder einen Beruf erlernt habe der etwas mit Gitarrenbau oder Ähnlichen zu tun hat. Ich bin aber ein Mensch der Jahrzehnte Musik macht und dem es speziell die Gitarre angetan hat. Und Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Ich war schließlich auch mal Anfänger. Schon als Kind baute ich mir Papp-Gitarren und spielte mit Schulkameraden Status Quo und andere Songs vor weiblichem Publikum, die sehr begeistert waren. Wir haben zwar nicht selbst gespielt, aber die Performance war cool. Hahaha. Im Teenie-Alter bekam ich die erste Gitarre zu Weihnachten. Eine klassische Gitarre, so ein Peche, denn ich hatte mir doch immer eine E-Gitarre gewünscht. „Ok“ dachte ich mir und versuchte es damit. Leider hatten meine Eltern überhaupt keine Ahnung von Musikinstrumenten und haben irgendeine billige gekauft. Der Klang und die Seitenlage war eine Katastrophe. So habe ich schnell wieder die Lust am Spielen verloren. Ich bewahrte sie allerdings auf und schenkte sie lange Zeit später meinem Sohn. Er nutze sie als Schlaggitarre. Als Baby fand er es schon immer toll auf die Gitarre drauf zuhauen. Das er ein sehr guter Schlagzeuger geworden ist anstatt eines Gitarristen muss ich hier wohl nicht weiter erwähnen. Zurück zu Gitarre. Als aller erstes ein Appel an die Eltern. Bitte kauft nicht irgendeine Gitarre in einem Kaufhaus wie Hertie, Karstadt oder einem Spielwarenladen, wenn ernsthaft Musik gemacht werden soll. Bestellt auch nicht irgendeine Gitarre Online, nur weil sie gut aussieht. Geht mit euren Kindern oder Jugendlichen in einen Musikladen mit qualifizierter Beratung. Oder wenn es ein Geschenk werden soll geht alleine los und lasst Euch beraten. Wenn dem Kind das nicht liegt könnt ihr sie immer noch umtauschen oder sogar komplett zurückgeben und das Geld zurückbekommen. Eine gute Gitarre, ist auch einfacher wieder zu verkaufen ohne großen Wertverlust, falls die Motivation des Kindes nicht lange anhält. Im Kindesalter probiert man gerne viel aus.
Auch an diejenigen ohne Kinder, die für sich selbst eine Gitarre suchen, geht in ein Fachgeschäft. Mittlerweile richten sich preislich eh alle an das Online-Geschäft. Es hat immer Vorteile ins Musikgeschäft zugehen. Der Service z.B. Einstellung, Reparatur, Saitenwechsel usw. Wird immer schnell und professionell erledigt. Und ihr habt qualifizierte Ansprechpartner und müsst nicht erst wieder alles einpacken und über die Post verschicken. Dann müsst ihr warten, warten und warten… Wenn das gute Stück dann wieder kommt wisst ihr nicht ob es so ist wie ihr es haben wolltet. Das ist lästig und kostet unnötig Porto, Zeit und Nerven.
Worauf müsst ihr also achten und was solltet ihr bedenken wen ihr eure erste Gitarre kauft. Als erstes sollte euch klar sein was ihr mit der Gitarre vor habt. Wollt ihr Rockmusik oder Metal spielen und ihr wollt unbedingt eine E-Gitarre? Dann kauft euch eine. Früher hat man in Spießer-Deutschland immer gesagt „Als Anfänger sollte man eine klassische Gitarre spielen“. Das ist totaler Quatsch. Versucht mal auf so einer Gitarre Riffs zu spielen alla Smoke on the Water. Geht nicht, das Ding liegt wenig später in der Ecke, garantiert. Zu einer E-Gitarre gehört aber auch ein Verstärker. Bei E-Gitarren gibt es dann noch etliche Unterschiede was das Musik-Genre angeht. Da möchte ich heute aber nicht drauf eingehen, dass war nur nebenbei erwähnt, falls ihr euch gar nicht erst eine Akustikgitarre zulegen wollt.
Für alle die eine wollen, sollten sich überlegen, ob sie eine Klassische Konzertgitarre oder eine sogenannte Westerngitarre spielen möchten. Der wesentliche Unterschied liegt in den Saiten und der Halsbreite. Konzertgitarren (klassische) haben Nylonsaiten und sind weicher zu spielen. Sie tun also nicht so an den Fingern weh, im Gegensatz zu den Stahlseiten auf der Westerngitarre. Der Klang der Konzertgitarre ist dadurch natürlich auch weicher und wesentlich leiser. Da freuen sich die Eltern! Also wer klassische Musik machen möchte ist damit gut bedient. Der Hals ist breiter weil auf dieser Art von Gitarren mehr gezupft als gestrummt wird. Das heißt aber nicht, dass es nicht möglich wäre. Aber Barre-Griffe auf einer Klassischen Gitarre zu greifen ist schon schwerer.
Natürlich spielt das Alter auch eine Rolle. Wenn man kleine zarte Finger hat, sollte dann doch lieber auf Nylonsaiten gespielt werden. Das gute dabei ist auch, dass Konzertgitarren verschiedene Größen haben (3/4 und 1/2).
Auf jeden Fall solltet ihr sie vorher anspielen. Die Bespielbarkeit und der Klang einer Gitarre sind das Wichtigste. Es muss zu dir passen. Es gibt dicke, breite, dünne und schmale Gitarrenhälse und auch die Bünde sind verschieden. Auch die Saitenlage sollte man vorher getestet haben. Also IMMER anspielen ganz, ganz wichtig. Das gilt natürlich für alle Saiten-Instrumente. Die Westerngitarre ist im Akustikbereich am häufigsten verbreitet und da gibt es auch die meisten Unterschiede. Vom Holz, über den Steg und den Sattel, bis zur Mensur und die Bünde, sowie der Pre-Amp falls erwünscht. Die Optik die immer eine große Rolle spielt, ist eher zweitrangig. Da solltest du nicht so viel Wert drauf legen und im Zweifel dich für die Gitarre entscheiden die besser klingt bzw. besser bespielbar ist. Denn wenn du spielst siehst du die Gitarre eh nicht.
Es ist bei der Auswahl natürlich auch immer eine Frage des Preises. Ich habe vor Kurzem eine Beratung für den Sohn (25) einer Kollegin durchgeführt. Es ist erstaunlich und erfreulich, was man inzwischen für relativ wenig Geld bekommt. Eine qualitativ und klanglich hochwertige Gitarre bekommt man bereits ab 280 Euro. Das solltet ihr euch mindestens ausgeben. In diesem Preissegment bekommt man richtig gute Gitarren von z.B. Sigma, Fender, Epiphone, LAG und vielen anderen Herstellern.
Ich könnte nun noch viel über das Holz erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen. Es spielt auch anfangs keine große Rolle, denn die Musikgeschäfte haben keine schlechten Gitarren mehr und viel wichtiger muss euch persönlich der Klang gefallen. Und es kommt auch hier wieder drauf an was ihr vorhabt für Musik zu machen. Natürlich ist es besser, wenn kein gesperrtes oder laminiertes Holz, sondern Massivholz verarbeitet wurde. Das sorgt für mehr Schwingungen und einen besseren Klang. Die Gitarre setzt sich besser durch, die Dynamik und das Sustain sind schöner, länger, breiter. Aber mit Features wie einen Sattel aus Knochen oder einer Sitka-Fichtendecke werden die Gitarren natürlich auch teurer. Je nachdem was euch das Ganze wert ist und wie hoch euer Anspruch ist, müsst ihr entscheiden was euch wichtig ist und was ihr ausgeben wollt. Das wichtigste ist, dass ihr spaß beim spielen habt und das geht nur mit einer gut bespielbaren, gut klingenden und auf eure Hände abgestimmten Gitarre.
Euer Gehör wird sich über die Jahre weiterentwickeln und wenn ihr wisst ihr wollt weiter Gitarre spielen, holt ihr euch früher oder später eh was hochwertigeres. Dann wisst ihr durch eure Erfahrung, worauf es euch ankommt.
Aber bis dahin ist es ja noch ein bisschen. Ich hoffe ich habe euch einen kleinen Eindruck geben können in die Thematik „Anfängergitarre“. Also geht in ein Fachgeschäft, denkt über euer Budget nach und lasst euch beraten. Testet mehrere Gitarren und entscheidet nach eurem Gehör, Spielgefühl und Bauchgefühl womit ihr am meisten spaß habt. Wenn ihr denkt: „Das ist sie, die muss ich haben“ dann kauft sie sofort, denn jede Gitarre ist einzigartig. Kommt also nicht auf die Idee, die dann woanders zu bestellen, um ein paar Euros zu sparen. Das lohnt sich nicht. Glaubt mir ihr werdet enttäuscht sein, da die Gitarre anders bespielbar ist, anders klingt und/oder anders eingestellt ist.
Also liebe Anfänger der Gitarre, habt spaß mit eurer neuen Gitarre, lasst euch vom Klang der Gitarre inspirieren und macht was draus. Macht es gut und verliert die Freude an der Musik nicht.
Es ist Dienstag und das bedeutet es ist Podcast-Tag. In der heutigen und ersten Folge spreche ich mit der wunderbaren und talentierten Isabelle Wolff. Das Thema der Folge ist ihre Profession: Die Straßenmusik. Viel Spaß beim Hören.
Podcast mit Isabelle Wolff über das Thema Straßenmusik Intro vom fantastischen Christoph Rieger
Um die Reise zum Singer Songwriter zu Beginn, wäre es ein guter erster Schritt zu wissen, um was es sich dabei überhaupt handelt. Den Begriff genau zu definieren, grenzt allerdings an eine philosophische Meisterleistung. Es gibt vermutlich mehr Definitionen als Singer Songwriter. Deshalb will ich mich kurz halten.
Fangen wir mit der „offiziellen“ Internet-Definition an.Wikipedia sagt: „Ein Singer-Songwriter (etwa: „Sänger und gleichzeitig Texter und Komponist“) ist ein Künstler, der seine eigenen Texte schreibt, vertont und singt, wobei er seinen Gesang in der Regel mit Gitarre, Klavier oder anderen Instrumenten selbst begleitet.“
Nach dieser Definition ist Madonna eine Singer-Songwriterin… Wenn ich aber von dieser Art von Musikern spreche, habe ich keineswegs Madonna im Kopf.Für mich ist es mehr als ein Genre zu verstehen. Die Queen of Pop schreibt zwar ihre Songs, singt und begleitet diese auch, aber musikalisch trifft sie nicht ganz den Ton eines Liedermachers.
Am Ende hat jeder seine ganz eigene Definition. Es verhält sich mit Singer Songwriter wie mit Glück. Gut zu Wissen was es genau ist oder wo es herkommt, aber viel wichtiger ist, es zu haben oder noch besser zu sein.